| Zischlaute, Zischlaut, Sprache, Aussprache, Buchstabe, Schriftbild, Alphabet, europäische Sprachen, deutsch ... (dies sind einige Zeilen aus der untenstehenden ausführlichen Beschreibung) |
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Die Bedeutung der Zischlaute in den europäischen Sprachen.
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http://www.agriserve.de/Zischlaute.html 3. Februar 2008 bis 4. Februar 2008 neuester Stand zum Haupt-Verteiler zum Mittel-Verteiler=Weltspiel-Seite zum Unterverteiler=Sprache-Seite Die Bedeutung der Zischlaute in der deutschen Sprache. Die Römer hatten das griechische Alphabet übernommen, leicht abgewandelt, so daß es gut geeignet war, um die Zeichen in Steinplatten einzuschlagen. Das Latein und noch mehr das das daraus abgeleitete Italienisch sind sehr wohlklingende Sprachen, insbesondere gibt es in diesen Sprachen kaum Zischlaute. "Do, Re, Mi, Fa, So, La, Ti", die italienische Sprache ist der Musik gleichzusetzen. Das gilt übriges auch umgekehrt, in deutschen Ohren ist die italienische Sprache wie Musik, umgekehrt klingt in italienischen Ohren die deutsche Sprache wie Hundegebell. Ich habe mich einmal in Rimini in Italien mit einem Italiener, der in der Deutsch-Schweiz aufgewachsen war, in geschäftlichen Dingen auf deutsch unterhalten. Der ebenfalls anwesende Pizzabäcker (es war außerhalb der Saison, der Mann hatte Zeit) sagte zwischendrin einmal zu dem Italiener, was für eine häßliche ("brutta") Sprache das Deutsche sei. (Er dachte wohl nicht daran, daß ich vielleicht doch ein bißchen Italienisch verstehe). Ich bin Deutscher und ich liebe meine Muttersprache, gleichwohl kann ich die Sichtweise des italienischen Pizzabächers sehr gut nachempfinden. Ursache für den unterschiedlichen Sprachklang ist die reichliche Verwendung von Zischlauten in den germanischen und slawischen Sprachen im Unterschied zu den romanischen Sprachen. Dies macht sich auch in der Verschriftung der Sprachen sehr deutlich bemerkbar. Bestmöglich angepaßt an den Klangvorrat der betreffenden Sprachen sind das Griechische, das Lateinische und das Russische (=Kyrillische) Alphabet. Hier ist es so, daß diese Buchstabensätze genau an die Sprachen angepaßt wurden. Übrigens sind das Lateinische und das Russische Alphabet viele Jahrhunderte später als das Griechische Alphabet entstanden und beide haben sich aus dem Zeichenvorrat des Griechischen Alphabets bedient. Bei anderen europäischen Sprachen wie Deutsch, Französisch, Polnisch und vielen anderen Sprachen ist es so, daß sie bei der Schrifteinführung in ihre jeweilige Sprache das bereits vorhandene lateinische Buchstabengebilde übergestülpt bekamen. Hauptsache, es paßte so einigermaßen. Dort, wo es Schwierigkeiten bei der Lautverschriftung gab, half man sich mit einfachen Abwandlungen der Buchstaben aus, näheres siehe weiter unten bei den weiteren Hinweisen zu den Zischlauten in den europäischen Sprachen. Ich vermute, daß die Schrifteinführung in diesen Ländern entweder durch die Römer erfolgte, oder einige Jahrhunderte später durch die christlichen Missionare. In beiden Fällen ist es klar, daß das Lateinische Alphabet verwendet wurde, denn in beiden Fällen brachten die Lehrer dieses Alphabet von zu Hause aus mit. Nur für die Ostsprachen, das sind hauptsächlich die slawischen Sprachen, wurde ein neues, genau angepaßtes Alphabet geschaffen. Auch das ist sehr gut verständlich, denn das lateinische Alphabet ist zur Wiedergabe des Lautvorrates der Ostsprachen nicht besonders gut geeignet. Das Deutsche hat mehrere Zischlaute, diese werden üblicherweise durch eine festgelegte Buchstabenfolge benannt. Die Buchstabenfolge hat dann nicht den Lautwert der Einzelbuchstaben, sondern den Lautwert des so bezeichneten Zischlauts. "sch" wie in "Schule" Derselbe Zischlaut wird auch geschrieben als "s" in "Spalt" oder als "s" in "Stein". Es gibt eine Ausnahme bei der Spalt-Stein-Sprechung, das sind diejenigen Deutschen, die aus dem Großraum Hannover stammen und über einen "s-pitzen S-tein" stolpern. "ch" wie in "Dach" "ch" wie in "Rechnung" "ch" bildet also zwei unterschiedliche Klangbilder ab. In meiner heimatlichen Sprache "Süd-Hessisch" wird "Rechnung" als "Reschnung" gesprochen. "tsch" wie in "Klat-tsche" oder "Tschad" "dsch" wie in "Dschungel" Soviel zu den Zischlauten in der deutschen Sprache, und nun weiter zu den anderen europäischen Sprachen und zu deren Umgang mit den Zischlauten. Die Bedeutung der Zischlaute in der englischen Sprache. Die englische Schrift nimmt weniger Raum ein als die deutsche Schrift, unter anderem deshalb, weil im Englischen die Wiedergabe der Zischlaute weniger Platz braucht. "rush hour" - was im Deutschen mit "sch" abgebildet wird, das wird im Englischen mit "sh" abgebildet, das Deutsche braucht für diesen Zischlaut also 50 vom Hundert mehr Platz. "jungle" --- "Dschungel" Das Deutsche braucht für den Zischlaut viermal mehr Platz als das Englische. Die Bedeutung der Zischlaute in der polnischen Sprache. Ähnlich wie im Deutschen gibt auch die polnische Sprache die Zischlaute durch Buchstabenfolgen wieder. Diese sind kürzer als die deutschen Buchstabenfolgen, aber weil das Polnische viel mehr Zischlaute aufweist als die deutsche Sprache, ist das Polnische in der Schreibung trotzdem viel länger als das Deutsche. "Republik Polen" --- "Rzeczpospolita Polska" "rz" (polnisch) entspricht "sch" (deutsch) "cz" (polnisch) entspricht "tsch" (deutsch) Die polnische Sprache gibt ein gleiches Klangbild mit Zischlauten kürzer wieder als die deutsche Sprache, aber weil es im Polnischen sehr viel mehr Zischlaute gibt als in der deutschen Sprache, ist die polnische Schriftsprache dennoch sehr umständlich. Die Bedeutung der Zischlaute in der russischen Sprache. Das russische Alphabet ist im Unterschied zu den meisten europäischen Sprachen nicht vom Lateinischen Alphabet, sondern vom griechischen Alphabet abgeleitet. Darüber hinaus hat es für jeden der ungefähr 8 russischen/slawischen Zischlaute ein eigenes Sonderzeichen erhalten. Somit ist die russische Sprache neben Latein und Griechisch die dritte europäische Sprache, welche einen genau passendenden Buchstabensatz hat, der den Klangvorrat der Sprache genau und kurzschreibend wiedergibt. Der russische Buchstabensatz wird das kyrillische Alphabet genannt. Das kyrillische Alphabet wird auch in Serbien und Bulgarien angewendet. Diese Völker machen schon allein dadurch eine enge innere Beziehung zum Russentum deutlich. Dagegen verwenden Kroaten, Slowenen, Slowaken, Tschechen und Polen, die alle ebenfalls eine slawische Sprache sprechen, nicht das dafür bestens geeignet kyrillische Alphabet, sondern sie verwenden das mit Hilfsmitteln angereicherte Lateinische Alphabet. Diese Völker drücken damit ihre Hinwendung zu Mitteleuropa aus. Unterschiede in der Zischlautschreibung im Polnischen, Russischen und im Tschechischen/Slowakischen Das Polnische, das Russische und das Tschechische/Slowakische sind Sprachen, die sehr eng untereinander verwandt sind. Dennoch unterscheiden sie sich in der Verschriftung der Klangbilder sehr stark. Das kann man besonders deutlich bei den Zischlauten erkennen. Im Polnischen wird das lateinische Alphabet verwendet. Zischlaute werden durch eine Buchstabenfolge aus zwei Mitlauten verschriftet. Diese Buchstabenfolge wird beim Lesen als Einheit gelesen und sie ergibt beim lauten Lesen das Klangbild des Zischlauts. Diese Art der Zischlautschreibung ist dem Grunde nach genau die gleiche wie in der deutschen Sprache (Musterbeispiel: "Schule"). Wegen der vielen unterschiedlichen Zischlaute und wegen des sehr häufigen Vorkommens dieser Zischlaute in der polnischen Sprache brauchen die polnischen Wörter in der Schriftform viel Platz. Ergänzung: Manche Zischlaute werden im Polnischen durch Zusatzzeichen an lateinische Buchstaben dargestellt. Im Tschechischen und im Slowakischen werden die Zischlaute durch Striche und Häkchen über den Buchstaben des Lateinischen Alphabets verschriftet. Dadurch sind die Wörter sehr viel kürzer als im Polnischen. Andererseits wird das Schriftbild sehr unruhig. Was im Polnischen eine Schriftzeile ist, wird im Tschechischen/Slowakischen zu einer Grundzeile mit Lateinischen Buchstaben und zu einer Oberzeile mit Häkchen und Schrägstrichen. Viele Buchstaben des lateinischen Alphabets haben in der tschechischen Sprache jeweils unterschiedliche Klangentsprechungen, je nachdem, ob sie am Kopf mit Häkchen oder Schrägstrich versehen sind, oder aber keines von beiden haben. Es ist eine Mehrdeutigkeit hinsichtlich der Grundbuchstaben, aber eine Eindeutigkeit hinsichtlich der Einheit aus Grundbuchstabe und Kopfaufsatz. Böhmen und Mähren und die Slowakei waren viele Jahrhunderte lang Teil Deutschlands beziehungsweise ein Teil des Habsburgerreiches Österreich-Ungarn. In dieser Zeit wurde die tschechische/slowakische Sprache unterdrückt. Die Schriftform dieser Sprache wurde im 19. Jahrhundert, als in allen Völkern Europas das Nationalgefühl entflammte, neu geschaffen. Ich denke, es war der Wunsch vieler Tschechen, daß sie selbständig werden und daß sie ihre eigene Sprache erhalten wollten, die zur Neuschaffung der Schriftform der tschechischen Sprache führte. Deshalb hat diese im 19. Jahrhundert sozusagen als Schnellschuß geschaffene Schriftform etwas geradlinig Starres, der Vorteil der Kürze wird durch das unruhige Schriftbild erkauft. Das Russische Alphabet ist den Ostprachen genau angepaßt, jeder Zischlaut wird durch genau einen Buchstaben wiedergegeben. Das ist ganz klar die beste Lösung zur Verschriftung der Ostsprachen. Die Bedeutung der Zischlaute in der italienischen Sprache. Das Italienische ist aus dem Lateinsche hervorgegangen und es hat nur sehr wenig Zischlaute. Für den Italiener ist es klar, das c und g vor dunklen Selbstlauten ( das sind a,o,u) in aller Regel hart gesprochen werden, wie Deutsch k ("Konrad") und deutsch g ("Garten"). Vor hellen Selbstlauten (=e,i) dagegen wird c und g weich gesprochen, wie deutsch "ts" ("Centrum") und "dsch" (gemelli, sprich "dschemelli=Zwillinge). Wenn man von dieser Ausspracheregel abweicht, dann muß man dies durch Zusatzbuchstaben kennzeichnen. Diese werden selbst nicht gesprochen, sie legen die Art der Aussprache des vorhergehenden "c" oder "g" fest. Die Automarke "Lancia". Das "i" zischen "c" und hartem Vokal wird selbst nicht gesprochen, es erweicht die Aussprache des "c" zu "dsch" die Automarke wird "lan-dscha" ausgesprochen. Die Autobaureihe "Karmann Ghia". Das "h" zwischen "g" und weichem Vokal wird selbst nicht gesprochen, es härtet die Aussprache des vorhergehenden "g" zu "g wie in Garten." die Autobaureihe wird auf Deutsch "Karmann-Gia" ausgesprochen. (Würde es in Italienisch "Karmann-Gia" geschrieben, dann würde es auf Deutsch "Karmann-dschia" ausgesprochen). Wird das so weit verstanden? Bitte einmal kurz nachdenken, es ist nicht schwer, es ist in sich stimmig. Die Schreibung der Zischlaute am Beispiel des Wortes "Tschad". Der Name des afrikanischen Staates "Tschad" wird in vielen europäischen Sprachen mit dem gleichen Lautbild gesprochen, aber nach den Gesetzmäßigkeiten der jeweiligen Sprache mit unterschiedlichen Schriftbildern geschrieben. Deutsch: Tschad (Zischlaut="tsch") Italienisch: Repubblica del Ciad Das Hilfs-i vor dunklem Vokal wird nicht gesprochen, es erweicht das "C" zu "tsch" Französisch: République du Tchad Englisch: Chad Niederländisch: Tsjaad Spanisch: Chad Russisch:
Katalanisch: Txad Slowakisch: Polnisch: Czad Das Wort "Tschad" wird in den europäischen Sprachen weitgehend gleich ausgesprochen. Der lateinische Buchstabensatz mit seinen 25 Buchstaben reicht nicht aus, um den Zischlaut am Anfang des Wortes "Tschad" auf einfache Art wiederzugeben. Man kann an diesem Wort sehr gut die unterschiedliche, aber insgesamt doch leicht verständliche Art und Weise erkennen, wie in den europäischen Sprachen dieser Zischlaut abgebildet wird. Manchmal als Buchstabenfolge. Diese hat nicht den Lautwert der Einzelbuchstaben, sondern den für diese Buchstabenfolge festgelegten Lautwert, eben den Zischlaut am Anfang des Wortes Tschad. tsch = ch = tsj = tx = cz = ci (je nach Sprache) Oder der Zischlaut wird als C mit Häkchen obendrauf wiedergegeben. Einzig diejenigen Sprachen, welche wie die russische Sprache das kyrillische (=russische) Alphabet verwenden, können den Zischlaut ohne weitere Hilfsmittel, allein mit dem einen genau dafür gemachten Buchstaben wiedergeben. Auf die oben vorgeführte Art kann man mit einigen weiteren Wortbeispielen zeigen, wie in den einzelnen europäischen Sprachen die Zischlaute wiedergegeben werden. Man verwendet ein Wort, das in allen europäischen Sprachen gleich gesprochen wird und gleichen Wortsinn hat, und betrachtet die unterschiedliche Schreibung. Dann erkennt man recht schnell, daß die Schreibung der meisten europäischen Sprachen recht einfachen Gesetzmäßigkeiten folgt. Mit diesem Wissen kann man dann fast alle europäischen Sprachen ungefähr lautrichtig vom Blatt ablesen. Denn die Wiedergabe der Zischlaute ist der Stolperstein beim Lesen fremdsprachlicher Texte. Die Lautbedeutung der 25 Buchstaben des lateinischen Alphabets ist in vielen europäischen Sprachen ähnlich, die Unterschiede treten meist in der Schreibung der übrigen 15 Laute auf, welche nicht durch einen Buchstaben des lateinischen Alphabets erfaßt sind. Die Zischlaute sind Stolpersteine, wenn man in der Fremdsprache diejenigen Buchstabenfolgen, welche das Schreibbild eines Zischlauts sind und deren Lautbild eben der Zischlaut ist, aus Unkenntnis als Einzelbuchstaben-Lautbilder zu lesen versucht. Das ist dann falsch und es sind dann richtige Zungenbrecher. es ist genau so, als würde bei uns ein Ausländer "S-c-hule" lesen (als zwei Einzelbuchstaben und danach "-hule") anstelle von "Schule". Ein ganz einfaches Hilfsmittel ist es, wenn man in einer Seite mit einem fremdsprachlichen Text in einer Sprache, die man noch ganz wenig versteht, zunächst einmal alle Zischlautschreibungen heraussucht und mit einem gelben Leuchtstift markiert. Damit bekommt man eine wunderbare und sehr einfache Ordnung und Übersicht in den Text hinein und man kann ohne zu stocken den Text flüssig laut vorlesen. Beim Lernen kommt es darauf an, daß man sich die Arbeit leicht macht und flüssig vorankommt Dann erhält man recht schnell eine große Stoffmenge, die man beherrscht, die man "kann", die "sitzt", und beim späteren aufbauenden und vertiefenden Lernen erklärt sich das Meiste aus den bereits gekonnten Grundlagen heraus mehr oder weniger von selbst. Fremdwörter: Linguistik, Alphabet, Grammatik, Kultur, Zivilisation, Intelligenz. |
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Die Bedeutung der Zischlaute in den europäischen Sprachen. vom 6.2.2008 bis 7.2.2008 Agriserve GmbH Karlfried Cost Zum Schäferköppel 200 60437 Frankfurt Ruf +49 - (0)6101 - 541.985 Fax +49 - (0)6101 - 43.513 agriserve2000@yahoo.de www.agriserve.de HRB 78401 Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt a.M. Wärme und Kraftstoffe aus Pflanzen und Pflanzenteilen. Beratung-Entwicklung-Verkauf |