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Tagesfrisches Wissen.
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Hinweise zur Gesprächsführung. Hinsichtlich dessen, was eine wirksame Gesprächsführung ist, lernt man ständig dazu. Dazu hat mir mein Freund Karl folgendes erzählt: Wenn die Sprache im privaten Gespräch auf das Thema "Haben wir vielleicht zu viel Ausländer in Franfurt (im Rhein-Main Gebiet, in Deutschland, in Europa)?" kommt, ist folgendes zu beachten: Die alte Vorgehensweise war es, daß man das Gegenüber zu überzeugen versuchte, daß wir tatsächlich zu viel Ausländer haben. Das führt dazu, daß der Andere in eine Verteidigungsstellung kommt. Er begibt sich in eine Stellung, aus der er nicht wieder herauskommt und die er allein schon deshalb nicht verlassen kann. Das Gespräch wird unergiebig. Die derzeitige Vorgehensweise, die wir solange verwenden, bis wir etwas Besseres gefunden haben: Wenn das Gespräch anfängt, in die oben genannte Richtung zu laufen, bringe ich eine allgemeine Feststellung, etwa in der Art: Daß Multikulti als etwas Schönes sein soll, ist ein Wunschtraum des linksgrünen Gesocks und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Damit hat man keinen persönlich angegriffen oder in die Ecke gestellt. Dennoch hat man eine klare und kräftige Aussage gemacht und schon am Anfang aufgezeigt, wo man steht und welche Aussagen normal sind. Das Schöne daran ist: Allein schon der Begriff Multikulti ist derart verbrannt, daß sich kein Gutmensch traut, diesen zu verteidigen. Groß ist die Überraschung: Das Gegenüber, innerlich von mir als Gutmensch verdächtigt, stimmt mir sogar teilweise zu. Warum ist das so: Es gibt gar nicht so viele innerlich überzeugte Gutmenschen, wie mancher denkt. Die (nach außen so tuenden als ob-)Gutmenschen werden dadurch gemacht, daß sie selbst glauben, daß es viele Gutmenschen gibt. Solange die eigene Meinungsäußerung in diese Richtung nicht aneckt, weil der Sprecher mit der Masse mitschwimmt, äußern sie die Gutmenschensprüche. Wenn sie merken, daß sich der Wind gedreht hat, dann sind sie still oder sie passen sich an die neue Richtung an. Solange sie sich im Lehrerzimmer/Pfarrerzirkel/ bei der Presse/ beim Funk /in der Amtsstube bewegen, sondern sie das übliche Gutmenschengeschwafel ab, weil es dort die allein zugelassene Richtung ist. Deshalb zeige ich gleich am Anfang des Geprächs Flagge, ich zeige den Gesprächsrahmen auf. Danach ziehe ich mich zurück und lasse das Gespräch laufen. Und siehe da: der vermeintliche Gutmensch, weil er nicht angegriffen wurde und sich nicht verteidigen muß, äußert durchaus abgewogene und vernünftige Ansichten. Und jetzt das Beste: Ein neutraler Gesprächsteilnehmer, in diesem Fall eine 60jährige Frau, bringt von sich aus einen Gesprächsbeitrag. Sie hat jahrelang von ihrer Wohnung aus beobachtet, daß täglich an der Bushaltestelle 10 Kinder stehen, 2 Deutsche und 8 Ausländer. Und jeden Tag werden die Deutschen von den Ausländern schikaniert und geschlagen, jahrelang. Jedem am Tisch stockt der Atem, jedem ist klar, daß genau dies die Wahrheit von Multikulti ist, daß es genau so in Frankfurt aussieht, jeder weiß, daß die Frau glaubwürdig ist, jeder denkt, daß die Frau diese Dinge jahrelang im Herzen getragen hat und sich jahrelang nicht traute, diese Sache öfffentlich zu machen, und jetzt ist es heraus. An dieser Stelle bohrt man nicht nach, man läßt es so im Raum stehen. Besser kann ein Gespräch nicht laufen. Das ist nicht mehr steigerungsfähig. Man muß einen Rahmen setzen und sich dann zurücknehmen. Man muß die Grundregeln der Gesprächsführung anerkennen und diese anwenden. Das gehört einfach dazu, sonst wird man von der Gegenseite überfahren. eingefügt am 15.2.2009 |
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Überlegungen zum Weizenpreis. Betrachtungsding ist der B-Weizenpreis im Raum Wetterau für die Ernte 2009 und den Herbst 2009, in Euro je 1000 kg frei Landhandel, ohne MwSt. Die Aufgabe ist es, aus dem Anfang Februar 2009 verfügbaren Wissen heraus eine Preisschätzung für die Ernte 2009 abzuleiten. http://lwksh.de/cms/index.php?id=2854 Das ist die Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein. Dort wird für Anfang Februar 2009 der Weizenpreis mit 140,- Euro je Tonne angegeben. In Küstennähe sind die Preise meist 20,- Euro je Tonne höher als bei uns, denn von dort ist es nicht weit zu den Exporthäfen, zum Verbrauchsgebiet Niederlande und zum nordwestdeutschen Viehzuchtgebiet. Außerdem ist der Preisunterschied auch das Zeichen für eine gewisse Schwäche der Anbieter und Stärke der Nachfrager in der Wetterau. Somit ergibt sich ein abgeleiteter Preis von 120,- Euro für die Wetterau für die Lieferung im Februar 2009. http://www.landwirtschaft-bw.info/ servlet/PB/menu/1204690_l1/index.html Hier wird die Börse Matif in Paris beobachtet und als Zeitkurve dargestellt. An der Börse wird auch der Preis für August 2009 angegeben. Zu beachten ist: Feuchte bis 15%, das ist günstig. Wohl auch beim Eiweiß keine besonders hohen Anforderungen. Lieferort Rouen in der Normandie, das ist ungünstig. Handelsmenge in Einheiten zu 50 Tonnen, das ist günstig. Erfahrungsgemäß sollte man als Landwirt 20 bis 30 Euro vom Matif-Preis abziehen, dann hat man den Preis, den der Händler frei Handelslager bezahlen kann/will. Stand 5.2.2009 ist der Matifkurs 152,- Euro für die Lieferzeit August 2009. Somit ergibt sich ein abgeleiteter Preis von 122 bis 132 Euro. Zu beachten ist: Die Matifkurse werden seit 1.9.2009 auch rückblickend angegeben. Man sieht einen steilen Preisverfall bis Oktober, Dann einen weiteren Verfall bis 8. Dezember, dann einen Aufschwung mit einer Spitze am 12.1.2009, danach eine Delle, dann eine leicht höhere Spitze mit 155,- Euro am 28.1.2009, dann einen recht deutlichen Niedergang innerhalb weniger Tage. Aufgrund des Verlaufs der Matifkurve sollte man vielleicht einen Teil der Ernte zu dem heutigen Kurs vermarkten. Es ist immerhin kurz unterhalb der höchsten Preisspitze, die es seit dem 13.10.2008 gab. Und alles was vorher war, gehört zur Vergangenheit, ist für heutige und zukünftige Preise unwichtig. Alle Dinge wie Erntemengenschätzung, Einschätzung über Ernteausfälle, Einschätzungen über die Wirtschaftsentwicklung, Einschätzungen über die zukünftige Entwicklung der Geldentwertung sind im Matifkurs bereits enthalten, Wir stehen mitten in einer Wirtschaftskrise. Ein Mittelklassefahrzeug Golf IV mit guter Ausstattung kostete bei seinem Erscheinen im Jahr 1998 umgerechnet rund 20.000,- Euro. Heute werden einfache Kraftwagen für 5.000,- Euro einschließlich aller staatlichen Zuschüsse und Hersteller- und Händlerzuschüsse angeboten. Das spiegelt die geringe Kaufkraft der Bevölkerung wider. Und genau das kann auch den Weizen treffen. Man braucht sich nur die Preisentwicklung bei Milch und Butter anzusehen. Ein Blick auf die Getreidefelder zeigt gute Bestände an. Naturgemäß kann man zum jetzigen Zeitpunkt nichts Zuverlässiges sagen. Zu den Frachtkosten: Innerhalb weniger Monate hat sich der Welthandel von der Hochkonjunktur zur größten Krise seit Jahrzehnten gewandelt. Maßgebend für die Getreidefrachten: "Der Baltic Dry Index (BDI) setzt dabei die Maßstäbe. Dieser Index ist in den zurückliegenden fünf Monaten in der Spitze von rund 11.700 Punkten auf etwa 850 Punkte eingebrochen. Das bedeutet, dass auch der Seetransport von Weizen in dieser Zeit drastisch billiger geworden ist. Rund 15 Prozent einer Jahresproduktion von Weizen werden physisch gehandelt und überwiegend auch physisch auf dem Seeweg verteilt." Quelle: http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/ nforum.pl?ST=22016&CP=0&F=47#newmsg und http://www.faz.net/s/ Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/ Doc~EE2F2E6DA5A7F414290F524B539143A7D ~ATpl~Ecommon~Scontent.html Die niedrigen Frachtkosten sind für die europäische Weizenausfuhr sehr hilfreich. Aber auch die Vorteile durch günstige Frachtkosten sind in den Börsenpreisschätzungen bereits enthalten. Staatsaufkauf von Getreide: Die Intervention liegt bei 101,- Euro im November. http://www.dlz-agrarmagazin.de/?redid=250902 Wenn man davon Handelsspanne des Händlers, Frachtkosten und Lagerkosten des Händlers abzieht, dann entspricht das geschätzt 80,- Euro im August. Somit ist die Abgabe des Getreides an den Staat keine besonders günstige Möglichkeit. Der Staatsaufkauf soll eine Preisuntergrenze sein und somit dem Landwirt helfen. Tatsächlich aber drücken diese vom Staat zum Billigpreis aufgekauften Mengen ständig auf den Markt und ihr Vorhandensein verhindert, daß in den für den Landwirt guten Zeiten der Weizenpreis vernünftig ansteigt, denn dann wird sofort aus der Intervention Getreide freigegeben. Betriebliche Überlegungen. Die Ernte 2009 muß zunächst erzeugt werden. Dafür sind zumindest die Aufwendungen für Dünger, Pflanzenschutz ziemlich genau bekannt, und diese Aufwendungen müssen vom Ertrag bezahlt werden. Was nützt es, mit dem Wetter Glück zu haben, mit Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz eine gute Ernte zu haben, und dann gibt es in der Ernte und im Herbst keine zahlungsfähige Nachfrage? Wenn ich jetzt einen Preis für August 2009 aushandeln kann, der 50% höher ist als der für August 2009 abgeleitete Interventionspreis, wenn ich mit diesem Preis zumindest Dünger und Pflanzenschutz ordentlich bezahlen kann, dann werde ich zumindest einen Teil der Ernte zu diesem Preis verkaufen. Der Teilverkauf des im August 2009 zu erntenden und zu liefernden Weizens dient der Risikominderung. Es ist ein Versuch, das Betriebsrisiko zu mindern. Es kein Versuch, den Gewinn zu erhöhen. Man muß wissen, was man will. Besonders in der jetzigen Wirtschaftslage steht die Existenz des Betriebs, steht die Zahlungsfähigkeit höher als eine mögliche Preisspitze, die man mitnehmen kann. Aufgrund der Börsennotierungen kann man einen im Vorverkauf erzielbaren Preis von 120 bis 130 Euro bei Lieferung und Zahlung im August 2009 anstreben. Zu einem Geschäft gehören immer zwei. Man muß einen zuverlässigen und zahlungsfähigen Handelspartner finden, der im August 2009 noch da sein wird und der heute bereit ist, einen solchen Vertrag abzuschließen. Als Teilmenge denke ich an eine Einheit zu vier LKW Ladungen, das sind rund 110 Tonnen. Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Eingefügt am 08.02.2009 |
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Der Verfasser bittet die Leser darum, Ihre Meinung
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Die Übernahme dieses Textes gestatte ich gern, sofern der Verfasser (Karlfried Cost, Frankfurt), der Verfassungstag (08.02.2009) und die Fundstelle im Weltnetz (www.agriserve.de/Tageswissen.html) angegeben werden. |
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Einschub. Beginnend mit dem Anfang des Jahres 2009 werden auf dieser Seite tagesfrische Dinge eingetragen. Diese Seite bildet eine stetige Quelle des Wissens für den Leser. Der Leser braucht nicht gezielt zu suchen, sondern er findet jede Woche auf immer derselben Seite etwas Neues. Hauptsächlich aus dem Energiebereich, über Heizungsanlagen, über die Landwirtschaft, über Europa und die europäischen Völker. Teils aus Zeitungsberichten, teils aus dem Weltnetz zusammengestellt, teils Erzählungen meines Freundes Karl. Es sind dies drei unterschiedliche Gruppen von Meinungsquellen. Ich selbst gebe aus grundsätzlichen Überlegungen heraus meine eigene Meinung nur dann dazu, wenn ich das für richtig halte. Ich hoffe, dass diese Seite für den Gelegenheitsleser und für den Dauerleser gutes Wissen bringen wird. 03.01.2009 Karlfried Cost, Frankfurt Ende des Einschubs. |
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