Biodiesel, Importe, Wirtschaftlichkeit, Energy Policy Act, Herstellungskosten, Subventionen, Selbstkosten ... (dies sind einige Zeilen aus der untenstehenden ausführlichen Beschreibung)

Peak-Oil-Beitrag-3.

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zum Haupt-Verteiler        4.Juni 2007 bis 5.Juni 2007 neuester Stand

Verbilligte Biodieseleinfuhren





Vorab die notwendige Quellenbetrachtung.

Quelle 1 http://peak-oil-forum.de/phpBB2/viewtopic.php?t=935
Verfasst: Montag. 4.6.2007 um 13:30
Titel: US- Biodieselimporte drängen deutschen Biodiesel vom Markt,
Quelle 1 gibt einen Hinweis auf die Quelle 2 (aus Google "vdb" und "Biodiesel")


Quelle 2 http://www.biokraftstoffverband.de/downloads/513/filename
Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.
Am Weidendamm 1a
D-10117 Berlin


Petra Sprick
Geschäftsführerin
Fax +49 (0) 30 / 72 62 59 - 19
E-Mail sprick@biokraftstoffverband.de


Allgemeine Beiworte:
Es ist wichtig, daß man so weit wie möglich zur Urquelle einer Nachricht zurückgeht.
Dann kann man erkennen, ob und inwieweit bei der Übertragungskette Inhalte verändert werden.
Außerdem sieht man, daß dieselben Urquellen immer das gleiche in die weltweiten Nachrichtenverteiler einspeisen.
Man sollte dann auch noch einmal weitersuchen, von wem diese Quellen finanziert werden.
Wes Brot ich eß, des Lied ich sing.



Nun zum Inhaltlichen

Zusammenfassung:

US-amerikanischer Biodiesel wird vom US-Staat soweit bezuschußt, daß der frei Europa nur 53,25 Euro je 100 Liter kostet.
Europäischer Biodiesel kostet in der Herstellung 64,00 Euro je 100 Liter, ist also teurer als der verbilligte US-Biodiesel.
Demzufolge werden europäische Biodieselhersteller vom europäischen Markt gedrängt werden, falls die europäische Union nicht sofort handelt.


Meine Meinung dazu:

Der Warenwert des Biodiesels ist ungefähr 35 Cent, das sind die Kosten für Diesel, der aus Erdöl gemacht wird.
Die Herstellkosten sind ungefähr 64 Cent je Liter.
Der verbilligte US-Biodiesel wird für 53Cent je Liter angeboten.
Der Tankstellenpreis für Diesel aus Erdöl ist ungefähr 108 Cent je Liter, für Biodiesel ungefähr 90 Cent je Liter.


Der Kampf um den europäischen Biodieselmarkt hat Mitspieler mit unterschiedlicher Sichtweise.

Die US-Regierung bezuschußt die Landwirtschaftsausfuhren.
Sie verdrängt die Landwirte in anderen Ländern aus deren eigenem Markt mit dem Ziel, andere Länder von sich abhängig zu machen.

Aus Sicht der US-Handelsbilanz ist es kein schlechtes Geschäft: Mit den Exporteinnahmen für jeden Liter exportierten Biodiesel zu 54 Eurocent erhalten die USA dringend benötigte Exporteinnahmen.
Das erinnert sehr stark an die ehemalige DDR, die ebenfalls gute Ware zum sehr kleinen Preis exportieren mußte, die Kosten waren egal,
Hauptsache, es kamen wertvolle Westdevisen herein.

Aus Sicht des US-Steuerzahlers ist es ein schlechtes Geschäft, denn die USA verkaufen Ware, die auch in den USA ungefähr 64 Eurocent Herstellkosten hat, für nur 53 Eurocent, sie verlieren bei jedem exportiertem Liter Biodiesel rund 10 Cent.

Ein zweiter Nachteil für die Bürger der USA: Es wird Ackerfläche für die Ausführ von Biodiesel gebunden, und diese Ackerfläche fehlt, wenn sie Energierohstoffe für ihr eigenes Land anbauen wollen.
Was viele Menschen nicht wissen, in den USA ist gutes Ackerland durchaus nicht reichlich vorhanden.


Aus Sicht der Europäer ist es ganz schlecht.
Anstelle billigen Erdöls mit 33 Eurocent je Liter von den Arabern kaufen sie teuren Biodiesel für 53 Eurocent je Liter von den US-Amerikanern (umgerechnet auf den Energiewert von Diesel aus Mineralöl sind es sogar 60 Eurocent.)
Sie verlieren bei jedem Liter Biodiesel rund 20 bis 25 Eurocent, ohne irgendeinen Vorteil aus der Sache zu haben.
Das ist hirnrissig.
Man fragt sich, wie bodenlos dumm eine deutsche oder europäische Regierung sein muß, daß sie solche Dinge geschehen läßt.

Das Ganze ist vor dem Hintergrund zu sehen,
daß die Landwirtschaft als das mit Abstand größte und wichtigste Geschäft der Welt zunehmend auch von den Geldleuten selbst in seiner Größe erkannt wird, und daß dementsprechend rauh um diesen Markt gekämpft wird.

Man denke an das Groß-Monopol, welches das Weltölgeschäft, das Welt-Rüstungsgeschäft und eben auch die Welternährung und die Weltenergieversorgung für sich monopolisieren will.

Für dieses Ziel lohnt es sich auch, Kampfpreise zu machen und durch vorübergehend niedrige Preise die Bauern in fremden Erdteilen zu ruinieren.


Wer sich dazu fachlich kundig machen möchte:
Engdahl, F William:
Saat der Zerstörung

Die dunkle Seite der Gen-Manipulation
Verlag : Kopp Verlag
ISBN : 978-3-938516-34-8
Preisinfo : 19,90 Eur
Erschienen : 02.10.2006
Aus der Verkaufswerbung:
"Innerhalb von fünf bis höchstens zehn Jahren werden sich wesentliche Teile der weltweiten Nahrungsmittelversorgung in den Händen von nur vier global agierenden Großkonzernen befinden.
Diese Firmen halten exklusive Patente auf Saatgut, ohne das kein Bauer oder Landwirt der Welt säen und später ernten kann."
(Quelle: http://www.buchhandel.de)


Das Obenstehende gibt meine Meinung wieder, man kann die Angelegenheit natürlich auch ganz anders sehen, das ist klar.


Der Verfasser bittet die Leser darum, Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen mitzuteilen.

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- agriserve -
Peak-Oil-Beitrag-3
Verbilligte Biodieseleinfuhren.
vom 4.6.2007


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