|
www.
Maeander
.info
|
|
Mäander Was ist ein Mäander? Was ist das Besondere am Nieder Erlenbacher Mäander? Wie kann ein Mäander geschützt werden? Bilder vom Nieder Erlenbacher Bachlauf. Die Bachaue und deren natürliche Änderungen. Der Bach, das Bachufer, die Auenlandschaft als Ganzes sind Teil unserer Heimat. Wasser, Land, Uferböschung, Kieselsteininseln, Schwemmland, Treibholz, gelegentliche Überschwemmungen, unterspülte Bäume, umgestürzte und absterbende Bäume, deren freiliegende Wurzelstrünke, vermoderndes Holz bilden einen Lebensraum für Fische, Kleintiere, Wildtiere und verschiedenartige Pflanzen. Größere Flüsse, die in hartem Gestein liegen, fressen sich in Jahrtausenden in das Gestein ein, Änderungen finden auch nur in Jahrtausenden statt. Beim Erlenbach ist es anders. Der Erlenbach liegt in Wetterauer Boden, hat im Nieder Erlenbacher Bereich nur wenig Gefälle, hat ein sehr großes Wassereinzugsgebiet von seinem Quellgebiet im Taunus und er hat ein sehr großes Wassereinzugsgebiet von den gerodeten Flächen (Städte und Äcker) in seinem Mittellauf und Unterlauf in der Wetterau. Besonders zur Zeit der Schneeschmelze oder dann, wenn Regen auf tiefgefrorenen Ackerboden auftrifft, sodaß es zu starkem oberirdischen Wasserabfluß kommt, hat der Erlenbach Hochwasser. Das Hochwasser in Verbindung mit dem weichen Boden und dem geringen Gefälle führt gerade an der Stelle zwischen der Brücke Straße "Zum Schäferköppel" und der Sportplatzbrücke zu häufigen Ausspülungen, Unterspülungen, Bachbettverlagerungen, Landabriß, wenige Meter weiter Landneubildung. Bei anderen Geschehnissen in der Natur dauert es oft Jahrhunderte oder Jahrtausende, bis etwas wesentlich Neues festzustellen ist. Beim Erlenbach tut sich ständig etwas, man kann es im Jahresablauf und über wenige Jahre hinweg beobachten. Das Leben am Bach, der Lebensraum, die Lage des Bachbettes, alles unterliegt ständigen Veränderungen, und genau diese Veränderungen gehören unverzichtbar dazu. Der genaue Bachlauf ändert sich ständig. Gelegentliche Überschwemmungen bringen innerhalb von Stunden mehr Änderungen als ein ruhiger Bachlauf innerhalb von Monaten. Es entstehen Kiesinseln, Abbruchkanten, Baumunterspülungen, Baumabstürze, Neuland für die Neuansiedlung von Pflanzen. Sowohl die abgestorben herumliegenden Bäume als auch die Pflanzen, die sich auf dem angeschwemmten Landstücken neu ansiedeln, bieten einen vielfältigen Lebensraum für kleine und große Lebewesen. Das Werden und Vergehen, das ständige Wechselspiel der Natur kann man hier sehr gut sehen. Es gibt im Stadtgebiet Frankfurt am Main kaum Stellen, mir ist überhaupt keine zweite Stelle bekannt, an der man einen lebendigen Bachlauf mit einer ständigen Verlagerung des Bachbettes so schön sehen kann. Der Einfluß der Politik. Die Politik kann einen Bach zu einem Kanal umbauen. Sie kann aber auch einen solchen Umbau wieder rückgängig machen und den natürlichen Zustand wieder herstellen. Sie kann auch einen zu großen Umbau erneut umbauen und den neuen Umbau auf eine unmittelbar notwendig erscheinende Gefahrenabwehr räumlich und in der Art der Ausführung beschränken. Die erste Forderung ist die: Die Entscheidungswege der Stadt offenlegen. Wer ist zuständig, wer ist gehört worden. Wie ich erfahren habe, ist die Maßnahme des Ausbaus des Erlenbachs mit Steinmauern vom Stadtentwässerungsamt getroffen und zur Ausführung gebracht worden. Die Erlenbacher Parteivorsteher haben davon nichts gewußt, sie haben erst durch meinen Brief davon erfahren. Das Umweltamt hat davon nichts gewußt, es hat davon erfahren, weil ein Erlenbacher Parteivorsteher dort angerufen hat. Bei der letzten Bachbegehung ist das Vorhaben nicht angesprochen worden. Die zweite Forderung: Durch Sachkundige soll der Jetztzustand erfaßt werden, die Auswahl an Sachverständigen ist groß. Universität Frankfurt---Universität Gießen WWF in Frankfurt---Ökoinstitut in Darmstadt, alle haben Sachverstand Dritte Forderung: Nach dem Bericht eines Sachkundigen soll entschieden werden, nicht von Unkundigen ins Blaue hinein. Das Ergebnis kann sein Rückbau, Umbau, oder man läßt es, so wie es ist. Maßgebend ist, daß auf der Grundlage des Berichts von Sachverständigen geurteilt wird. Was kann der Bürger tun? Es ist klar, daß der Ortsbeirat nicht alles allein tun kann, er braucht die Unterstützung der Bürger. Wie ist der Wissenstand der Bürger über Ökologie und Mäander? Ich habe eine Erstsemester-Chemiestudentin gefragt, ob sie weiß, was ein Mäander ist. Sie wußte es nicht. Ich glaube, daß es aus Sicht sehr vieler Bürger vollkommen gleichgültig ist, ob am Erlenbach vier Bögen ausgesteint sind oder nicht. Jeder Bürger hat seinen eigenen Lebenskampf, jeder hat eigene, für ihn selbst dringliche Dinge, keiner kann sich um alles und jedes bekümmern. Insofern wird das Bachleben am Erlenbach auf der politischen Dringlichkeitsliste ziemlich weit hinten stehen. Ein Zeitsparer. Ich habe einige Argumente aufgeschrieben, die in ähnlichen Angelegenheiten immer wieder vorkommen. Es sind im wesentlichen inhaltsleere Argumente, die aber immer wieder vorkommen, in der Diskussion Zeit stehlen und vom Wichtigen ablenken. Meist werden 4 oder 5 solcher Scheinargumente angehäufelt und es entsteht der Eindruck einer wohlgegründeten Entscheidung. In der Sitzung wird möglicherweise die gesamte Zeit auf diese Nebelkerzen verwendet und man kommt nicht weiter. Deshalb stelle ich hier die Klassiker der Null-Argumente vor. Wenn diese als inhaltsleer oder für den Fall nicht zutreffend erkennt, kann man sie beiseiteschieben und man gewinnt Zeit für das wirklich Wichtige. 1. "Das haben wir schon immer so gemacht." Abwandlung: Das haben wir da und da auch schon gemacht. In unserem Fall: Im Park haben wir (die Stadt) vor Jahren den Erlenbach ausgesteint. Antwort: Der Park wurde in der Bauart als städtischer Park angelegt, an sich vollkommen eben, mit künstlich aufgeschütteten Hügeln. Die Feuchtwiese in der Bachbiegung wurde weitgehend trockengelegt. Die Anlage des Parks ist aus den Gedanken seiner Bauzeit her zu verstehen. Im übrigen: An tausenden von Stellen wurden Teilstücke von Bächen ausgesteint, das hat aber nichts mit der Stelle oberhalb der Brücke "Zum Schäferköppel" zu tun. 2. "Das haben wir noch nie so gemacht." In unserem Fall: Das würden wir (=die Stadt) am Schwalbenberg nie tun. Antwort: An tausenden von Stellen würde das Stadtentwässerungsamt nicht aussteinen, das ist klar. Aber das hat aber mit der Stelle oberhalb der Brücke "Zum Schäferköppel" nichts zu tun. 3. "Das ist doch alles nicht so schlimm." Abwandlung: es hätte noch viel schlimmer kommen können. (Beschönigen, Verkleinern, Schönreden) In unserem Fall: Immerhin ist die Kurvenform erhalten geblieben, es nicht betoniert worden, so gesehen ist naturnah (!) gearbeitet worden. Antwort: Beim Bachlauf ist die äußere Form, die Kurvenform, nur ein kleiner Teil des Gesamtgeschehens. Ein Sachverständiger soll den Schaden/Sachverhalt beurteilen, nicht wir Unkundigen. 4. "Das wird schon wieder." (Aufmuntern, Hoffnung machen, vom hier und heute erst einmal in die Zukunft schieben) In unserem Fall: In einem halben Jahr, wenn die Blätter da sind, wird das alles ganz anders aussehen. Antwort: Selbstverständlich ist das eine frische Baustelle und es wird sich noch begrünen. Das ändert aber am Grundsätzlichen überhaupt nichts. Ein Sachverständiger soll den Schaden/Sachverhalt beurteilen, nicht wir Unkundigen. 5. "Wer etwas will, der soll auch selber kommen und hier und heute seine Meinung vertreten. Wenn er nicht kommt, dann zeigt er damit, daß er kein Interesse hat." (Ablenkung von der Sache auf eine Person) Antwort: Es geht hier nicht um die Wünsche einer Person, sondern um Notwendigkeiten am Erlenbach. Ein Sachverständiger soll den Schaden/Sachverhalt beurteilen, nicht wir Unkundigen. 6. "Was will der eigentlich, der soll sich erst einmal um ... kümmern. oder "Hat der nichts besseres zu tun als... Er soll erst einmal..." (Ablenkung von der Sache auf eine Person, Verknüpfen der Sache mit Vorausbedingungen, die nichts mit der Sache zu tun haben). Antwort: Es geht hier nicht um die Wünsche einer Person, sondern um Notwendigkeiten am Erlenbach. Ein Sachverständiger soll den Schaden/Sachverhalt beurteilen, nicht wir Unkundigen. 7. "Ich habe mich nur an die Richtlinien/gesetzlichen Vorgaben gehalten. Es handelt sich um Richtlinie Nummer.... Gesetzblatt Paragraph ...)" (Verstecken hinter Anweisungen von oben). Antwort: es gibt keine Richtlinie auf der Welt, die alle Fälle vernünftig abdeckt. Wir müssen am Erlenbach im Einzelfall prüfen und prüfen lassen, was das Richtige ist. Ein Sachverständiger soll den Schaden/Sachverhalt beurteilen, nicht wir Unkundigen. 8. "Es war ein Notfall. Deshalb..." (Der Hinweis auf einen übergeordneten Notstand soll übereilte, schlampige Entscheidungen und das Umgehen von Informationspflichten und das Umgehen des Abstimmens mit anderen Einrichtungen decken). Antwort: Vielen Dank für Ihre schnelle Entscheidung. Es ist klar, dass die Entscheidungen in einem Notfall immer unter Zeitdruck fallen, dass in der Regel manches Wissen in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht greifbar ist, und dass der anstehende Notfall im Vordergrund der Entscheidung steht, manches andere überdeckt. Heute besteht die Möglichkeit, sich ohne den Zeitdruck eines Notfalls in Ruhe mit der Sache zu beschäftigen. Ein Sachverständiger soll den Schaden/Sachverhalt beurteilen, nicht wir Unkundigen. 9. "Wir haben möglicherweise einen Fehler gemacht. Vielen Dank, dass sie uns darauf hingewiesen haben. Wir werden uns danach richten und in der Zukunft (dies und jenes tun/nicht tun)." (Eingestehen des ohnehin Offensichtlichen, dies dann als als großes Entgegenkommen darstellen, zusätzlich unverbindlich auf die Zukunft verweisen, mit dem Ziel, aus der jetzigen Sache anstandslos herauszukommen.) (=Ein Stück Zucker hinwerfen, um das Gegenüber abzulenken und zufriedenzustellen. Auf diese Art werden faule Kompromisse eingeleitet). Antwort: Sicherlich ist es sehr sinnvoll, wenn sich die heutigen Ergebnisse auch für die Zukunft nutzbringend anwenden lassen. Hier und heute geht es aber um den beschriebenen Sachverhalt am Erlenbach. Ein Sachverständiger soll den Schaden/Sachverhalt beurteilen, nicht wir Unkundigen. Wenn merkt, daß in einer Diskussion die Gegenseite schwerpunktmäßig solche Nullargumente bringt, dann kann man diese beiseiteschieben und man fragt nach dem Kern der Sache. Es ist oft so, daß dann gar kein Kern mehr da ist. (eingefügt am 10.3.2009) Die untenstehenden Bilder sind in Google Earth unter Eingabe von "Nieder Erlenbach" in einer sehr viel besseren Beschaffenheit zu sehen. Mäander. Die Bilder zeigen Bachbiegungen des Erlenbachs innerhalb des Stadtgebietes von Frankfurt am Main. Auf dem Bild mit der langen Wegstrecke ist oben rechts die Brücke der Straße "Zum Schäferköppel", unten links die Brücke am Sportplatz über den Erlenbach ersichtlich. Die Bilder stammen von Google Earth. Wer dieses Programm hat, gibt in die Suchzeile ein: "Frankfurt Zum Schäferköppel" und schon wird die Stelle angezeigt. Wer das Programm noch nicht hat: Unter http://earth.google.de/ kann es kostenfrei heruntergeladen werden. http://en.wikipedia.org/wiki/Meander Englischsprachige Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4ander_(Flussschlinge) Deutschsprachige Wikipedia Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Eingefügt am 9.3.2009 |
|
www.agriserve.de
|
|
- agriserve -
Mäander.Flussschleifenbildung. ab dem 25. Februar 2009 bis 26. Februar 2009 Agriserve GmbH Zum Schäferköppel 200 60437 Frankfurt Fernruf 06101 - 541.985 Ferndruck 06101 - 43.513 agriserve2000@yahoo.de www.agriserve.de Holz-, Getreide-, Biomasse-Heizungen Entwicklung, Beratung, Verkauf Geschäftsführer: Karlfried Cost |