- agriserve -              15.Jan.2003 bis 3.April 2004
Landwirtschaft -
Bodenkunde und Düngung

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Landwirtschaft - Bodenkunde und Düngung


http://www.soilscience.uni-goettingen.de/bodenprof/soilsidx.html
Bilder der Bodenprofile Europas.
Fakultät für Agrarwissenschaften
Institut für Bodenwissenschaft
37075 Göttingen


http://www.edaphon.de/index.html
Links zum Bodenleben.


http://www.regenwurm.de/
Der Regenwurm und seine Rolle für die Landwirtschaft.


http://www.hdlgn.de
Stickstoffgehalt im Boden, wichtig für die Frühjahrsdüngung. Vergleichsflächen für 2002, 2003,2004. Gehe zu Ackerbau, dann Pflanzenproduktion, dann N-Vergleichswerte. Dort gibt es die Zahlen für verschiedene Standorte in Hessen.



Aufsatz über Eigenschaften und Anwendung von AHL als Dünger und Wirkungsverstärker für Spritzmittel.

Quelle: http://www.agrar-net.com/mega/artikel/ahl.htm

AHL 28 enthält 28 Gewichtsprozente N, dieser setzt sich zusammen aus 7% Nitrat-N, 7% Ammonium-N und 14% Harnstoff. Da AHL schwerer ist als Wasser (spez. Gewicht 1,28) sind folgende Bezugsgrößen von Bedeutung: 100 kg AHL 28=28 kg N 100 l AHL 28=36 kg N 10 kg N=36 kg AHL 28 10 kg N=28 l AHL 28 Zur Kontrolle des N-Gehaltes kann 1 l AHL gewogen werden (muß bei 20°C 1,28 kg wiegen) bzw. mit der Batteriespindel überprüft werden (1,27-1,28). Zum Kalkausgleich benötigt 1 kg Rein-N aus AHL 1 kg CaO. Die häufigsten Anwendungen finden im Getreide und Raps statt, und zwar zur ersten N-Gabe im Frühjahr. Im Getreide bietet sich auf fast allen Flächen, auf denen im Herbst keine Unkrautbekämpfung durchgeführt wurde, die Möglichkeit der Kombination von Herbiziden mit AHL. Bei der Wahl der Herbizide ist allerdings darauf zu achten, daß diese zu frühen Terminen eingesetzt werden können. Im Winterraps bietet sich in vielen Fällen die Kombination der ersten oder zweiten N-Gabe mit einem Insektizid gegen Stengelschädlinge an. Hier ist darauf zu achten, daß das Insektizid mit AHL mischbar ist.

Düsenwahl
Für Kombinationen aus AHL + Pflanzenschutzmittel sind immer Flachstrahldüsen notwendig
Geeignet sind bis zum EC 37 von Getreide alle Standard-, Antidrift-, Turbo- und ID-Düsen. Wichtig sind ausreichende Düsenbohrungen, damit auch bei geringem Druck ausreichend großtropfig appliziert werden kann.
Ausbringmengen und Fahrgeschwindigkeiten sind der speziellen Spritztabelle für AHL zu entnehmen bzw. es ist bei reinem AHL der Wert für Wasser mit 0,88 zu multiplizieren (höhere Viskosität von AHL). Auch die Multiplikation des Arbeitsdruckes bei reinem Wasser mit dem spezifischen Gewicht von AHL führt zur richtigen Spritzeneinstellung (Beispiel: Spritzdruck 1,5 bar (Wasser) x 1,28 (spez. Gewicht von AHL)=1,9 bar Arbeitsdruck bei reinem AHL. Bei Mischungen mit Wasser ist das spezifische Gewicht durch Wiegen von 1 l Mischung zu ermitteln oder aus dem Mischungsverhältnis zu errechnen.
Es sollte generell mit möglichst geringem Druck und großen Tropfen gearbeitet werden (geringere Verätzungsgefahr)

Bei AHL + Wasser + Pflanzenschutzmittel: Spritzfaß zur Hälfte mit Wasser füllen, dann das Pflanzenschutzmittel, dann AHL, dazugeben und zuletzt mit Wasser auffüllen.
Reihenfolge:
   1.    Wasser 50%
   2.    Spritzmittel
   3.     AHL
   4.    Wasser Rest

In der Vegetation AHL nur auf trockene, gesunde und widerstandsfähige Bestände ausbringen. Nicht anwenden bei nachfolgender Nachtfrostgefahr.
Keine Anwendung bei Temperaturen über +25°C.
Das Getreide sollte eine gut ausgebildete Wachsschicht haben. Keine Behandlung kurz nach Regenperioden (fehlende Wachsschicht, weiches, empfindliches Blattgewebe); zwei Tage niederschlagsfreie Witterung abwarten.
Keine Anwendung bei stärkerem Wind (ungenaue Verteilung). Außerdem wird durch den Wind das AHL in die Bestände "gepeitscht", das kann zu einer mechanischen Beschädigung der Pflanzen und somit zu Verätzungen führen.

Frühjahrsanwendung von Herbiziden in Getreide.
Herbizid + 150 - 200 l/ha AHL pur oder z.B. 50 l/ha AHL + 200 - 250 l/ha Wasser. Bereits allein (ohne Herbizidzusatz) ausgebrachtes AHL hat bereits eine begrenzte Unkrautwirkung. Mit 200 l/ha AHL pur gut erfaßt werden Ackerhellerkraut und Hirtentäschel sowie Kamille und Vogelmiere im Keimblattstadium. Bei Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht, Ehrenpreis und Taubnessel besteht bis zum ersten Laubblatt eine gute Nebenwirkung, ebenso gegen Windhalm im Keimblattstadium - aber nicht gegen Ackerfuchsschwanz.



Der Verfasser bittet die Leser darum, Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen mitzuteilen.


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