Farbe, Wetterschutz.
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Farbe, Wetterschutz.


Farbe und Wetterschutz auf einem Bauernhof.



1 Zeit- und Kostengesichtspunkte.


Bei der Erneuerung des Anstrichs an landwirtschaftlichen Gebäuden und Geräten sind, wie bei es bei vielen anderen Tätigkeiten auch der Fall ist, Zeitbedarf und Kosten zu beachten.



2 Verputzte Außenwände.


Wenn man die Fassadenfarbe erneuern will:
Zuerst mit dem Hochdruckreiniger die Außenwand säubern, lose Teile fliegen weg. Teilweise mit dem Spachtel nacharbeiten.
Wenn Zeit ist, kann man den Putz noch ausbessern, soweit er beschädigt ist.
Wenn nicht, kann man sich diesen Teil der Arbeit für später aufheben.
Dann muß man halt später nocheinmal Farbe aufbringen, aber man hat für jetzt diese zeitfressende Arbeit gespart.


Dann Tiefgrund aufbringen.
Diesen kann man eins zu eins mit Fassadenfarbe=Außenwandfarbe mischen.
Zum Auftrag kann man Pinsel und Rolle verwenden.
Trocknen lassen und dann die Außenwandfarbe einmal oder zweimal aufbringen.


Bei der Außenwandfarbe gibt es unterschiedliche Preisstufen.
Die billigen sind schlecht, weil sie an der Wand nicht lange halten.
Die teuren enthalten Kunststoffanteile und schmutzabweisende
Kleinstteile, sogenannte Nanopartikel.
Das mag auch nicht jeder.
Wir verwenden die teuersten der mittleren Preisgruppe,
jedoch so gut es geht ohne Kunststoffzusätze.

3 Aufbringen der Farbe.


1.
Mit Pinsel und Rolle.




2.
Mit Mitteldruck-Sprühhandstück.

Es gibt Geräte, die an den Luftschlauch eines Luftpressers arbeiten. Sie arbeiten mit zum Beispiel 4 bar Druck und sie machen viel Farbnebel. Dafür ist der Auftrag fein und gleichmäßig. Der Ein-Liter-Farbbehälter ist am Sprühstück befestigt und wird mit der Hand getragen.




3.
Mit Niedrigdruck-Sprühhandstück.

Der Luftpresser und das Sprühhandstück werden zusammen verkauft.
Entweder ist es ein zusammengebautes Gerät, der Luftpresser wird also ständig getragen.
Oder aber der Luftpresser ist ein eigenstehendes Gerät und es wird mittels eines mitgelieferten Schlauches mit dem Sprühhandstück verbunden. Preis von 100 bis 200 Euro.




4.
Mit Hochdruck-Sprühhandstück.

Die Farbe wird aus dem Behälter angesaugt und mit Hochdruck von 190 bar durch einen 7,5 Meter langen Schlauch gedrückt und mit dem Handstück gesprüht. Es gibt so gut wie keinen Farbnebel.

Die Flächenleistung dieser Farbsprühanlagen schätze ich auf das Zwanzigfache im Vergleich mit der Arbeit mit dem Pinsel.

Wir verwenden die Sprühanlage "Wagner Projekt 115".
Sie hat einen 9,5-Liter-Farbbehälter, einen tragbaren und fahrbaren Wagen und die Hochdruckpumpe, 7,5 Meter Schlauch und das Sprühhandstück.
Sie kostet 280,- Euro. Das ist im Vergleich zur Flächenleistung ungeheuer billig.

Sie ist geeignet für Tiefengrund und für wasserverdünnbare Farben. Sowohl für Gerätefarben als auch Innenwandfarben.
Sie ist nicht geeignet für Außenwandfarben. Diese verstopfen Filter oder Düse sofort.

Wir verwenden das Gerät vorerst mit wasserverdünnbaren Farben für die Holztore und um den Tiefgrund für die Außenwandfarbe zu spritzen.
Bei diesen Anwendungszwecken arbeitet das Gerät sehr schnell und es ist ganz einfach zu reinigen.



4 Die Eisenpfeiler.


Das Gebäude hat außenliegende Eisenpfeiler.
Diese sind grau gestrichen und sie sind zugleich auch ein Blickfang, sie gliedern das Gebäude.

Bei Bedarf werden Roststellen mit dem Winkelschleifer und einer Sandpapier-Fächerscheibe sauber geschliffen und mit grauer Rostschutzfarbe gestrichen.
Diese ist matt-grau und sie paßt sehr gut zum Gebäude.
Es kommt kein Decklack auf diese Rostschutzfarbe.
Erfahrungsgemäß hält sie der Witterung viele Jahre lang stand.
Zumal die Pfeiler wohl außenliegend sind, aber doch durch den Dachüberstand teilweise wettergeschützt sind.

Falls einmal Roststellen auftauchen, können diese punktweise und unauffällig ausgebessert werden, weil nur eine Farbe verwendet wurde.

Alle zehn bis fünfzehn Jahre werden die Pfeiler in ihrer Ganzheit neu gestrichen.
Die Farbe wird mit Pinsel und Rolle aufgetragen.



5 Die Vorbereitung der Holztore.


Es sind viele und große Holztore.

Der Untergrund muß sorgfältig vorbereitet werden.
Alte lose Farbe muß entfernt werden.
Die verbleibende festsitzende Farbe muß angerauht werden, damit die neue Farbe gut haftet.




Wenn sehr viel Zeit und Geld vorhanden ist, dann kann man die Tore anschleifen.
Dazu ist es vielleicht zweckmäßig, die Tore auszubauen und waagrecht hinzulegen, damit man besser arbeiten kann.




Man kann die Tore auch mit einem Hochdruckreiniger säubern.
Dann fliegt die lose Farbe auch weg. Man kann auch den Drehkreiselreinigungsaufsatz an das Handstück des Hochdruckreinigers anschließen. Man kann auch mit dem üblichen Flächensprühkopf arbeiten.




Bei der Arbeit mit dem Hochdruckreiniger fliegt nicht alle lose Farbe weg. Einiges bleibt noch als aufgeblätterte Farbe übrig. Wenn man diese Stellen erkennt, dann kann man diese wenigen Stellen noch nacharbeiten. Lose anschleifen, dann geht das weg.

Wenn aber keine Zeit ist, dann läßt man es eben so. Der Hochdruckreiniger hat dann mit geringem Zeitaufwand ein sehr gutes Ergebnis gebracht, zwar kein vollkommenes, aber ein sehr gutes.

Bei der Arbeit mit dem Hochdruckreiniger wird die alte Farbe aufgerauht. Zugleich wird auch an den Stellen, an denen das rohe Holz zutagetritt, dieses angegriffen und es stehen einige Holzfasern nach außen weg.

Nach dem Reinigen mit dem Hochdruckreiniger wird das Tor mit einem Wasserschlauch nochmals abgespritzt, um auch losen Holzfasern wegzubekommen.

Die losen Holzfasern werden abgespritzt, aber die festverbundenen, senkrecht abstehenden Fasern bleiben am Tor.

Wenn später die Farbe aufgesprüht wird, kann man anschließend mit einem Pinsel diese Stellen nachstreichen, die abstehenden feinen Holzfasern werden dann in die noch flüssige Farbe gedrückt und in waaagrechter Form in die Farbschicht eingeklebt.

Das sind alles kleine Handgriffe, die das Ergebnis verbessern, aber wenn man es nicht macht, ist es meistens auch nicht schlimm.



6 Farbauftrag auf die Holztore.


Für die großen Holztore an der Nordseite wird folgende Farbmischung verwendet.

--- Toom-Holz-Isoliergrund-weiß-wasserverdünnbar zwei Dosen zu je 2,5 Liter Inhalt, zusammen sind das 5 Liter und

---Toom-Wetterschutzfarbe-tiefschwarz-wasserverdünnbar eine Dose mit 0,750 Liter und

---Wasser 0,5 Liter.

Diese Mischung wird in einem Eimer angesetzt und mit einer Bohrmaschine mit Rührwerkzeug verrührt und dann in den Behälter der Farbsprühanlage gefüllt.

Wir verwenden die Anlage "Wagner Project 115"
Das geht wunderbar.




Für die Tore an der Südseite, diese sind viel kleiner, wird ein etwas dunkleres Grau verwendet. Es werden zwei Dosen tiefschwarz verwendet
Die Mischung ist:

--- Toom-Holz-Isoliergrund-weiß-wasserverdünnbar zwei Dosen zu je 2,5 Liter Inhalt, zusammen sind das 5 Liter und

---Toom-Wetterschutzfarbe-tiefschwarz-wasserverdünnbar zwei Dose mit 0,750 Liter und

---Wasser 0,5 Liter.

Vielleicht nehmen wir aber beim nächsten Mal auch für die Südseite das hellere Grau.
Das kann man jedesmal neu entscheiden.



7 Bewertung der Holztorfarbe.


Zwei Farbschichten, beide gleich.
Der weiße Isoliergrund haftet und deckt gut. Die beigemischte Wetterschutzfarbe gibt die Farbe und einen guten Wetterschutz.
Der doppelte Farbauftrag gibt guten Schutz.

Sehr einfach auszubessern. Falls einmal etwas abblättert, dann gibt es keine zwei unterschiedlichen Farben, sondern nur eine Farbe.

Man kann in der Zukunft durch Anschleifen und Aufbringen einer weiteren Farbschicht das Gesamtbild noch weiter verbessern. Aber das ist nicht nötig, die Tore sehen auch so sehr gut aus, Besser man läßt alles so wie es ist und macht es einigen Jahren, etwa in zehn Jahren wieder.

Vom Zeitbedarf und den Kosten und vom Ergebnis her ist die Arbeit sehr gut gelungen.
So ist die Einschätzung von heute.



8 Beratung.


Die Fachleute im Toom-Baumarkt in Friedberg haben eine außergewöhnlich gute Beratung gemacht.

Toom Baumarkt
Straßheimer Straße 27
61169 Friedberg



9 Nebenbei.


Für die landwirtschaftlichen Geräte verwenden wir bisher lösungsmittelverdünnbare Farbe.




Für die erste drei Holztore, Osthalle-Südseite, haben wir versuchshalber lösungsmittelverdünnbare Kunstharzfarbe verwendet.
Der Farbton ist grau, seidenmatt.
Es ist aber immer noch zu glänzend.
Die Kunstharzfarbe hat eine zu dichte, fest Oberfläche.
Das ist für unsere Holztore nicht passend.


Die "Toom" wasserverdünnbare Wetterschutzfarbe ist für unsere Holztore sehr gut geeignet.
Das hat sich durch Ausprobieren und durch die Beratung im Toom-Markt ergeben.
Die anderen Tore wurden mit dieser Farbe beschichtet.



Sämtliche Angaben ohne Gewähr.       Eingefügt am 12. September 2011
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Farbe, Wetterschutz.
ab dem 12.September 2011 bis 12. September 2011

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