|
Das Bürgerlied.
|
|
1. Ob wir rothe, gelbe Kragen, Hüte oder Helme tragen, Stiefeln oder Schuh'; Oder, ob wir Röcke nähen, Und zu Schuh'n die Fäden drehen – Das thut nichts dazu. 2. Ob wir können decretiren, Oder müssen Bogen schmieren Ohne Rast und Ruh; Ob wir just Collegia lesen, Oder ob wir binden Besen – Das thut nichts dazu. 3. Ob wir stolz zu Rosse reiten, Ob zu Fuß wir fürbaß schreiten Unsrem Ziele zu; Ob uns vorne Kreuze schmücken, Oder Kreuze hinten drücken – Das thut nichts dazu. 4. Aber, ob wir Neues bauen, Oder's Alte nur verdauen Wie das Gras die Kuh – Ob wir für die Welt was schaffen, Oder nur die Welt begaffen – Das thut was dazu. 5. Ob im Kopf ist etwas Grütze Und im Herzen Licht und Hitze, Daß es brennt im Nu; Oder, ob wir friedlich kauern, Und versauern und verbauern – Das thut was dazu. 6. Ob wir, wo es gilt, geschäftig Großes, Edles wirken, kräftig Immer greifen zu; Oder ob wir schläfrig denken: Gott wird's schon im Schlafe schenken – Das thut was dazu. 7. Drum ihr Bürger, drum ihr Brüder, Alle eines Bundes Glieder, Was auch jeder thu' – Alle, die dies Lied gesungen So die Alten wie die Jungen – Thun wir denn dazu. Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Eingefügt am 26. Juli 2009 |
|
Quelle: http://www.liederlexikon.de/lieder/buergerlied Ob wir rothe, gelbe Kragen (Bürgervereins-Lied 1845) Text: Adalbert Harnisch (1815–1889) Hans Albus [= Adalbert Harnisch]: Singsang eines Schreibers. Gedichte. Danzig: Druck der Gerhardschen Offizin 1845, S. 13–15. DVA: B 50242 (Kopie; Original: Staatsbibliothek zu Berlin, Haus 1, Sign.: 4 in: Yo 801) Editorische Anmerkung: Wiederveröffentlicht in Adalbert Harnisch: Gedichte. Oppeln 1859, S. 84–86 (mit nur einen kleinen Veränderung: in Strophe 6 wurde das Wort "schläfrig" durch "christlich" ersetzt). Harnisch präzisiert hier außerdem, dass er das Lied "im Mai 1845" für den Elbinger Bürgerverein geschrieben habe. Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Eingefügt am 26. Juli 2009 |
|
http://www.dva-freiburg.de/ Das Deutsche Volksliedarchiv Institut für internationale Popularliedforschung (Zitatanfang) Das Deutsche Volksliedarchiv widmet sich der Erforschung, Sammlung und Edition populärer und traditioneller Lieder aus dem deutschsprachigen Raum. Dabei werden populäre Musikkulturen in ihren verschiedenen historischen und gegenwärtigen Ausprägungen untersucht. Kultur-, mentalitäts- und mediengeschichtliche Fragestellungen spielen eine herausragende Rolle, etwa das Verhältnis von Musik und Lied zu Politik, Religion und Bildung. Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet die Diskursgeschichte des "Volkslied"-Begriffs — dessen Erfindung, Tradierung und Popularisierung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart sowie die ideologiekritische Infragestellung der verschiedenen "Volkslied"-Theorien. 1914 von dem Germanisten und Volkskundler Prof. Dr. John Meier (1864-1953) gegründet, hat sich das Deutsche Volksliedarchiv rasch zu einem führenden internationalen Forschungszentrum entwickelt. Seit 1953 ist es ein freies und selbständiges wissenschaftliches Forschungsinstitut des Landes Baden-Württemberg. (Zitatende) Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Eingefügt am 26. Juli 2009 |
|
www.agriserve.de
www.agriserve.de/Politik.html |
|
- agriserve -
Das Bürgerlied. ab dem 26. Juli 2009, neuester Stand 26. Juli 2009 Agriserve GmbH Zum Schäferköppel 200 60437 Frankfurt Fernruf 06101 - 541.985 Ferndruck 06101 - 43.513 agriserve2000@yahoo.de www.agriserve.de Holz Getreide Biomasse Heizungen Entwicklung Beratung Herstellung Geschäftsführer: Karlfried Cost |